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Perspektivwechsel:

Das Projekt „Perspektivwechsel – (Wander) Ausstellung über Diskriminierungserfahrungen junger Menschen mit Migrationsgeschichte“ führte das PJW zwischen 2010 und 2012 gemeinsam mit sechs seiner Mitgliedsorganisationen durch.

In den öffentlichen Debatten über das Thema »Integration« tauchen junge Menschen mit Migrationsgeschichte noch immer überwiegend in Verbindung mit tatsächlichen oder vermeintlichen Defiziten auf. Von mangelnden Schulleistungen, erhöhter Straf­fälligkeit oder »Integrationsunwilligkeit« ist immer wieder zu hören. Über die Erfolge junger Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und über ihre Stärken ist wenig zu vernehmen.

Im Rahmen der Ausstellung «Perspektivwechsel» kamen die Jugendlichen selbst zu Wort. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit den eigenen Erfahrungen, haben ca. 80 junge Menschen mit und (einige ohne) Migrationsgeschichte an sechs Standorten in Niedersachsen 20 unterschiedlichste Exponate zum Thema Ausgrenzung und Diskriminierung geschaffen. Diese wurden mit professioneller Unterstützung zu einer Wanderausstellung zusammengestellt.

Die Ausstellung umfasste Bilder, Filme, Installationen, Objekte, große Comicbanner sowie eine Audiostation. Anhand ihrer Exponate dokumentieren die Künstler*innen ihre alltäglichen Rassismus-, Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen und forderten Anerkennung und Chancengleichheit von der deutschen Gesellschaft. Die Wanderausstellung wurde in 15 Orten präsentiert und konnte insgesamt mehr als 4600 Besucher*innen verzeichnen.

Das Projekt Perspektivwechsel wurde gefördert durch die Deutsche Behindertenhilfe – Aktion Mensch e.V.

Ansprechpartnerin: Kirsten Laging-Yilmaz
 

>> Bilder zur Ausstellungseröffnung