» Fachtag: Sozial geht nicht mit Rechtsextremismus!

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. und sein Jugendwerk luden ein zu einer Fachtagung zum Thema Rechtsextremismus und Soziale Arbeit:

17. Juli 2012, Stephansstift Hannover, Kirchröder Str. 44

Wie tritt die extreme Rechte in Niedersachsen auf, wie ist sie organisiert, vernetzt und wie gefährlich sind die Neonazis? Wie sehen die neuen Erscheinungsformen des modernisierten Rechtsextremismus aus und wie versuchen sich Neonazis als „soziale Kümmerer“ zu präsentieren? Wie können Vereine und Verbände gegen extrem rechte Vereinahmungsversuche präventiv aktiv werden? Diese Fragen werden in drei Vorträgen von ExpertInnen beantwortet.

In verschiedenen Workshops soll anschließend diskutiert werden, wie in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit und innerhalb des Paritätischen und seiner Mitgliedsorganisationen mit dem Thema umgegangen werden kann. Von der Altenhilfe über die Jugendarbeit und Erziehungshilfe bis hin zur Elementarerziehung – in vielen Bereichen gibt es bereits Beispiele für innovative, erfolgreiche und präventive Projekte gegen Rechtsextremismus.

PROGRAMM:

10:00 Uhr BEGRÜSSUNG

- Sebastian Böstel, Vorstand Paritätischer Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V.
- Bernd Göddertz, Vorstand Paritätisches Jugendwerk Niedersachsen
- Reinhard Koch, Zentrum demokratische Bildung

10:30 Uhr EINSTIEG

1. Die extreme Rechte in Niedersachsen / Andreas Speit, Journalist und Autor

2. Bunt statt braun? Soziale Kümmerer statt dumpfe Schläger? Neue Erscheinungsformen und „soziale“ Strategien der extremen Rechten / David Janzen, Jugendbildungsreferent Paritätisches Jugendwerk

3. Wie können Vereine und Verbände mit extrem rechten Vereinnahmungsversuchen und rechtsextremen Mitglieder umgehen? / Reinhard Koch, Zentrum demokratische Bildung Wolfsburg

13:30 Uhr WORKSHOPS

1. Rechtsextremismus – (K)ein Thema für die Altenhilfe? / Dr. Peter-Georg Albrecht, Hochschule Magdeburg-Stendal; Autor der Studie „Von früher lernen heißt …? Zivilgesellschaftliches Engagement älterer Menschen gegen Rechtsextremismus. Eine Neulandbegehung in Ostdeutschland“ (Herausgegeben von der Amadeu Antonio Stiftung)

2. Möglichkeiten und Ansätze der Prävention gegen Rassismus und Rechtsextremismus in der Elementarerziehung / n.n.

3. Umgang mit rechtsextremen Kindern & Jugendlichen und Eltern im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe / Eva Prausner, Projekt Lichtblicke: ElternStärken - Beratung, Fortbildung, Vernetzung zum Thema Familie und Rechtsextremismus

4. Rechtsextremismus in Jugendfreizeiteinrichtungen und in Jugendbildungsveranstaltungen - Interventionsmöglichkeiten und rechtliche Situation / Sabine Hammer, mbr - Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

16:00 Uhr ABSCHLUSSRUNDE

Sozial geht nicht mit Rechtsextremismus! Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse aus den Workshops. Verabschiedung einer Resolution „Sozial geht nicht mit Rechtsextremismus! Bunte Vielfalt sozial gestalten!“

VERANSTALTER: Paritätischer Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. und Paritätisches Jugendwerk in Kooperation mit dem Zentrum demokratische Bildung Wolfsburg / Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt Braunschweig

Fragen: David Janzen - Jugendbildungsreferent,
Tel: 05331 / 90546-30, david.janzen@paritaetischer.de
 

Im Parität Report (3/2012) gibt es einen Bericht über unseren Fachtag "Sozial geht nicht mit Rechtsextremismus!", den wir am 17. Juli 2012 gemeinsam mit dem Paritätischen Niedersachsen und in Kooperation mit dem Zentrum demokratische Bildung durchgeführt haben. Den Parität Report gibt es auf der Homepage des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Niedersachsen als PDF zum download.