» Argumentieren gegen antimuslimischen Rassismus

Ein Argumentationsseminar mit Frauke Büttner und Juliane Lang von Gegenargument, Berlin

Freitag, 18.3.2016 * 10:30 Uhr bis 17:30 Uhr
im Stephansstift Hannover, Kirchröder Str. 44, 30625 Hannover

Antimuslimischer Rassismus ist eine Herausforderung (nicht nur) für die Jugendarbeit. Denn nicht nur für Aussagen wie „Die Muslime unterdrücken ihre Frauen“ gilt, dass vieles, was (extrem) rechte Kräfte äußern, ebenso in der „Mitte der Gesellschaft“ und auch von jungen Menschen vertreten wird. Antimuslimische Ressentiments sind in der mehrheitsdeutschen Bevölkerung weit verbreitet. Sie äußern sich in unterschiedlichen Debatten, etwa um das Tragen von Kopftüchern in öffentlichen Ämtern, um Frauen- und Männerbilder oder um islamistischen Terrorismus. Die gesellschaftlichen Debatten und medial vermittelten Bilder sind stark emotionalisiert und mit Pauschalisierungen verknüpft.

Das Argumentationsseminar GEGENARGUMENT bietet die Möglichkeit, sich über Hintergründe und Facetten des antimuslimischen Rassismus zu informieren und islamfeindliche Parolen sowie dahinterliegende Zuschreibungen auf ihre Hintergründe und Funktionsweise hin zu analysieren. Ausgehend davon werden gemeinsam mögliche Gesprächsstrategien und -Techniken erarbeitet und exemplarisch erprobt. Die Reflexion der eigenen Position und Haltung ist dabei ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg zur gemeinsamen Erarbeitung effektiver Argumentationsstrategien. Ziel des Seminars ist es, antimuslimischen Stereotypen und Ressentiments besser entgegnen zu können und in schwierigen Situationen mehr Argumentationssicherheit zu erlangen.

Die Teilnahme ist begrenzt auf 16 Personen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Nach Anmeldung erhaltet ihr eine Anmeldungsbestätigung.
Anmeldeschluss ist der 10. März 2016. Die Teilnahme ist kostenlos.


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Ablauf:

Block 1: Antimuslimischer Rassismus
• Seminareinstieg
• Input & Diskussion: Antimuslimischer Rassismus – Begriff und Facetten
• Sammlung und Austausch eigener Erfahrungen

Block 2: Argumentationsstrategien und -Techniken
• Übung zum Einstieg ins Argumentieren
• Input: Rechte und rassistische Argumentationsmuster und eigene Gegenstrategien
• Diskutieren – Nicht diskutieren – Positionieren? Übung

Block 3: Erproben eigener Strategien
• Übung zum Argumentieren
• Ergebnissicherung und Seminarauswertung

 

Das Argumentationsseminar findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 10. bis 23. März statt: www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de